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Nun ist die Zeit des Reisens vorbei und ich kann mich endlich mal dem Blog widmen. Ich bin zwar viel unterwegs, aber in der letzten Zeit war es doch echt sehr viel - auch für meine Verhältnisse. Von Peking hatte ich schon geschrieben, danach war ich in Dublin und das letzte Wochenende in Zürich. Aber wie gesagt, jetzt ist erstmal Ruhe.

 

Peking war eine sehr interssante und schöne Reise - die weiteste, die ich bisher (von Deutschland aus) unternommen habe, und ich war echt gespannt auf China. Ich war vorher noch nie in Asien (bis auf den Vorderen Orient, Dubai und den Oman), schon deshalb hatte ich vorher einige Reiseführer mir aus der Stadtbibliothek ausgeliehen und fleißig gelesen, um mir vorab schon ein Bild über die chinesische Hauptstadt machen zu können. 

Dort hin zu fliegen, war eine spontane Idee und wurde von mir als Geschenkanlass zu meinem 25. Geburtstag im Dezember genutzt. Ich buche viele meiner Reisen relativ spät, meist nur zwei oder drei Monate im Voraus, brauche ich nur ein Hotel, geht das noch spontaner: Meist buche ich dann in der Woche, in der ich reisen will. Oftmals sind es Klick-und-Mix-Reisen von Expedia.de, aber China habe ich mir selbst zusammen gestellt. Geflogen bin ich mit Air China, nonstop von Frankfurt nach Peking.

Als es am 16. Februar los gehen sollte, erreichte mich zuerst die Nachricht, dass mein Flug gecancelt wurde, und ich 5 Stunden später fliegen sollte, worüber ich natürlich nicht begeistert war. Ich wohne zum Glück nicht weit weg vom Flughafen und konnte so den Tag noch zu Hause verbringen und war mit meinem Freund noch ein bisschen unterwegs, den das sponane Treffen natürlich auch gefreut hat Abgesehen davon bin ich nicht allein geflogen, ich wurde von einem guten Freund begleitet und so war mir den Tag über nicht langweilig, auch wenn ich viele Stunden noch am Flughafen rumgesessen habe und auf meinen Flug gewartet habe. 

 

Früher fand ich fliegen richtig spannend und echt cool, mittlerweile habe ich so viele Flüge hinter mir (und auch eine Miles-and-More-Card), dass es für mich eher langweilig ist und ich es wie die meisten Vielflieger handhabe: Ich will einfach ankommen. 

 

 

Abends, ca. 19.30 Uhr ging es dann endlich los in Richtung Peking. Wie ich vorhin schon geschrieben habe, fliege ich viel - und habe auch schon einige Langstreckenflüge hinter mir - aber sonderlich mag ich sie nicht, besonders nicht die Übernachtflüge. Ich schlafe nur sehr schlecht im Flugzeug, es sei denn, ich bin wirklich sehr müde. Und so habe ich mich erstmal auf das Bordprogramm konzentriert, denn auf 9 Stunden Flug muss man sich irgendwie beschäftigen. Es gab eine ganze Menge Filme, aber ich höre meist nur Musik auf Flügen, und besonders lustig war es, die, nun ja, spezielle chinesische Musik zu entdecken. Es waren wirklich (für europäische Ohren) exotische Musikstücke dabei, vielleicht poste ich hier noch das ein oder andere Lied.

 

Nach dem Abendessen - was echt ok war - habe ich versucht, ein bisschen zu schlafen und habe mir dazu irgendwelche Entspannungsmusik angemacht, aber so richtig hat es nicht geklappt. ich bin zwischendurch ständig wach geworden oder musste mich irgendwie drehen, weil die Sitzposition unbequem geworden war. Nach etwa 4 Stunden ließ ich es ganz sein und sah mir irgendwelche Videos an, bis es Frühstück gab.

 

Das Chinesische Frühstück ist anders als in Deutschland, es gibt meist Suppe oder Nudeln. "Kaltes" Essen kennen die Asiaten kaum, genauso wenig wie Rohkost. Es war schon ein bisschen komisch, zum Frühstück statt Brötchen Nudeln mit Ente zu essen, aber die kulinarischen Seiten eines anderen Landes zu entdecken, gehört ebenfalls zum Urlaub  

Nach dem Frühstück hat es nicht mehr lang gedauert, bis das Flugzeug gelandet ist und betrat zum ersten Mal chinesischen Boden. Wie immer dauerte es ein bisschen, bis alle ausgestiegen sind (ich gehöre nicht mehr zu denen, die gleich aufspringen und aus dem Flugzeug rennen), und ehe ich mich versah, steckte ich in einem proppenvollen Bus, der mich und die anderen Reisenden vom Flugzeug in die Flughafenhalle brachte. Natürlich ist man Exot als Deutscher in China, aber das hat mich nie sonderlich gestört auf der Reise. Ich wurde - egal, wo ich war - nie unhöflich auf Reisen behandelt, im Gegenteil, die meisten waren sehr erstaunt und neugierig, wenn ich erzählte, wo ich herkam und das ich gerade hier Urlaub machen würde. 

Nach der Passkontrolle, was alles problemlos ging, war ich auf dem Weg zur Gepäckausgabe, als sich ein chinesisches Mädchen, was vor mir lief, umdrehte und laut auf Deutsch sagte: "Entschuldigung!" Sie ging vor mir vorbei und ich war einen Moment sprachlos. Ich habe einige solcher lustigen Erlebnisse in Peking gehabt, von denen ich noch später schreiben werde. 

Soweit meine etwas turbulente Anreise nach Peking, in den kommenden Tagen werde ich - je nach Tagen gestaffelt - von meinem Urlaub in China berichten.

 

Liebe Grüße

Franziska

19.3.13 16:49
 
Letzte Einträge: Einleitung ;), Peking Tag 1


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